31. August 2009

MANCHESTER - Part 3: Shoppingalarm



Wie immer für mich zu früh und mit einem leichten Kater machten wir uns ans Frühstück. Diesmal beans on toast und bacon. Lecker! Danach starteten wir - wie immer - unsere tägliche Shopping-Tour im Primark. Dort wird man aufgrund wahnsinnig billiger Preise zum einkaufen seltsamer Klamotten gezwungen, die man unter anderen Umständen wahrscheinlich nie gekauft hätte. Eigentlich wollte ich standhaft bleiben, doch am Ende diese Tages hatte ich die größte Tüte u.a. mit einem grünen Paillettengeldbeutel und Tigerhausschuhen gefüllt. Bis heute sind alle meine neuen Kleidungsstücke in ihrer Form gleich geblieben und haben auch sonst keine Verschleiß-Erscheinungen gezeigt. Nicht so die Schuhe meiner Mitreisenden Eva. Vor ein paar Tagen erhielt ich eine wütende SMS mit den Worten "Bin auf Geschäftsreise - meine grauen Englandschuhe lösen sich schon auf und ich habe keine Ersatzschuhe dabei!" 


Am Abend starteten wir wieder unser übliches Programm. Erst ein beer and burger meal, dann Corky's, dann in eine weitere Bar. In einer Bar gab es witzige Illustrationen an der Wand. Nachdem ich sie fotografiert hatte wurde mir von einem jungen Mann mit einem T-Shirt auf dem eine illustrierte Hängebrust abgedruckt war ein Flyer mit dem Titel KUNST gegeben. Leider war die angekündigte Veranstaltung nicht während unseren Manchester-Aufenthaltes, trotzdem werde ich sein T-Shirt nie vergessen und bei bevorstehender Hochzeit darüber nachdenken, ob ich bei meinem Junggesellinnen-Abschied eine Hängebrust-Shirt mit der Aufschrift "Ich bleibe bis zum bitteren Ende bei Dir!" tragen werde. Nach dieser Bar zogen wir in eine weitere Bar diesmal im GAY-Viertel und tranken weitere bunte Schnäpse um dann in einem Rockerschuppen zu versacken.


20. August 2009

Good places - bad places!



MANCHESTER - Part 2: Stoke-on-Trent

Tag 2:
Nach einem leckeren Frühstück mit Instantkaffee und irischem Sodabread starteten wir unsere Ausflug nach Stoke-on-Trent, eigentlich bekannt für Töpferkunst, allerdings auch Geburtsort von Robbie Williams und, wie ich im Nachhinein feststellte, von SLASH. In Stoke sah es ehr unspektakulär aus, dieser Eindruck änderte sich nach näherem Umsehen nicht. Wir besuchten ein großes Einkaufszentrum und probierten oatcakes, eine angebliche Spezialität aus Stoke, die man dann eigentlich auch stokecakes nennen könnte. Diese Spezialität nennt man in Deutschland Pfannkuchen. Nach dem Besuch einer Toilette mit funktionierender Spülung, was uns immer sehr beruhigte, wanderten wir los. Ziel unsere Wanderung war das Red Lions Pub in Burslem, das vor Jahren einmal von Robbie's Mutter geführt wurde. Am Pub angekommen, war ich enttäuscht, denn es war mit Abstand das hässlichste Pub, das ich je gesehen hatte. Modernisiert, kalt, klein, ohne Charme und voll mit vielen unfreundlichen Menschen mit schlechten Zähnen, die sich in ihrer englischen Ruhe von uns Touristen gestört fühlten. Als erstes wurden wir nach unserem Personalausweis gefragt, was für mich das Highlight des Tages war.
 

An Robbie erinnerte nichts, außer einer Inschrift an der Wand und einem kleinen Bild an der Bar. Nach einem schnellen Getränk verliessen wir das Pub, besuchten noch ein Stadion und einen Park bevor wir die Heimreise antraten, um dort unsere üblichen Abendprogramm zu starten. Diesmal ersetzen wir Burger durch indisches Essen - Cider und Corky's wurden nicht ersetzt sondern wie üblich eingenommen.

19. August 2009

MANCHESTER - Part 1: Ankunft

Vor meiner Reise wurde ich mehrfach gefragt warum ich denn nun ausgerechnet nach Manchester wolle. Meine Mutter, eine pensionierte Englischlehrerin, fing wie wild an, irgendetwas in alten Schulbüchern über die Stadt herauszufinden - nichts! Die Antwort war bis dahin ganz einfach. Ich wollte meine Ex-Mitbewohnerin, gute Freundin und England-Fanatikerin Nadine besuchen. Von Manchester wusste ich bis dahin nur: Danny Boyle, Liam und Noel Gallagher, Morrissey und Mark Owen wurden dort geboren, desweiteren ist Manchester United ein sehr erfolgreicher Fußball-Club, in dem Wayne Rooney spielt. That's it!

Tag 1:
Flug LH 4850 ging um 8.15 Uhr in die Luft und brachte meine zwei Begleiterinnen Eva und Lenka und mich "just in time" nach Manchester. Wir kauften uns eine Megarider, das Ticket mit dem man unbegrenzt herumfahren darf. Ohne auszuruhen wendeten wir uns wichtigen Frauensachen zu - SHOPPING! Total ermüdet und erschöpft fielen wir am Abend in ein Pub ein und bestellten erstmal ein beer and burger meal. Für mich als Bier-Feind wie immer mit Cider.



Die Wasserdrucksituation machte uns Angst. Mehrfach funktionierten die Klospülungen nicht und auch die Hygiene war nicht auf dem saubersten Stand. Ein Glück fungierte meine Begleiterin Eva als Desinfektionsbeauftrage und versorgte uns nach jedem Klogang mit Sagrotantüchern. Zur innerlichen Desinfekzierung sorgten tolle bunte Vodka-Shots - Corky's - wie auf deren Website ausdrücklich gesagt wird "only available in the UK". 


Die Jukebox spielte Robbie Williams und auf einer Leinwand lief stumm Football - how Englisch! Am Ende des Tages fielen wir erschöpft mit vollen Einkaufstüten, vollem Magen und ein bisschen betrunken im Stadtteil Rusholme ins Bett, um am nächsten Tag eine Reise in die Heimat von Robbie Williams zu starten.

... to be continued!


6. August 2009

TELEFON-TERROR


Telefonstimme:

Studentensekretariat Mannheim, guten Tag.


Frau Judith:

Hallo, ich habe wahrscheinlich im Jahr 1999 bei Ihnen 

studiert und brauche eine Studienbescheinigung.


Telefonstimme:

Aha und welche Fächer?


Frau Judith:

Wahrscheinlich VWLBuchwissenschaft und Publizistik.


Telefonstimme:

Ihr Geburtsjahr und Stadt bitte.


Frau Judith

Mannheim 1979


.......warten.......getippe.......seufzen.......


Telefonstimme:

Zwei von Ihnen genannte Fächer kann man bei uns nicht 

studieren. Sind Sie sich sicher, dass Sie diese studiert haben?


Frau Judith:

Naja, ich denke schon. 


.......warten.......getippe.......seufzen.......


Telefonstimme:

Ich finde Sie nicht. Sie müssen woanders studiert haben.


Frau Judith:

Hilfe! Wo hab ich denn studiert?


Telefonstimme:

Das weiss ich doch nicht! Wissen Sie denn wo Sie gewohnt haben?


Frau Judith:

Während meiner Studienzeit fast immer in Mannheim.


Telefonstimme:

Moment, ich suche Sie nochmal.


.......warten.......getippe.......seufzen.......


Telefonstimme:

Julian Weber, Jahrgang 1980, VWL. Richtig?


Frau Judith:

Nein!


Telefonstimme:

Ich kann Sie nicht finden! Es tut mir sehr leid.


Frau Judith:

Ok. Vielen Dank! Ich probiers einfach mal woanders!


Telefonstimme:

Oh Gott!


Frau Judith:

Wiederhören!


Telefonstimme:

Bitte nicht.


KLICK!

5. August 2009

SERIEN-TIPP

Samstagmorgen. 11.00 Uhr. Endlich ist es wieder soweit, es kommt Anna und die Liebe, ein Serie die eigentlich unter der Woche ausgestrahlt wird und zeigt, wie es in einer Werbeagentur und im echten Leben NICHT ist. Samstags allerdings kann man alle Folgen der vorherigen Woche am Stück sehen. Prima!

Die Serienhauptfigur Anna, ist ein äußerst schüchternes, natürlich wahnsinnig begabtes Mauerblümchen das, wie sollte es anders sein, sich in den unglaublich gut aussehenden Jonas, Juniorchef der Werbeagentur Broda und Broda verliebt. Ihre böse Halbschwester Katja kommt ihr natürlich zuvor, klaut ihre Ideen, bekommt den Job und verführt den Juniorchef. Anstatt unglaublich froh zu sein, weder den schmierigen Typ noch den schrecklichen Job bekommen zu haben, kämpft Anna weiter um beides.

In der Werbeagentur Broda und Broda herrscht Familienkrieg. Das gutaussehende nicht weniger schmierige aber schon etwas gealterte Familienoberhaupt Robert Broda und seine Frau Natascha stehen sich feindlich gegenüber, da er sie mit der Produktionerin Maja betrügt. Sodom und Gomorrha! Maja wird schwanger, aber nicht von Robert sondern von ihrem Mitbewohner. Pech! Oder doch Glück? Denn Robert wird von seinem zweiten, nicht so besonders hübschen und äußerst fiesen Sohn Gerrit mit einem, wie sollte es anders sein, Kreativ-Award erschlagen. Heimlich gefilmt wird der Mord von Katja, die diese Information sinnvoll nutzt. Sie erpresst Natascha und Gerrit und fordert, Jonas zum Geschäftsführer zu ernennen. Mittlerweile ist Anna tablettenabhängig. Nur mit Tabletten ist sie kreativ und redselig. Jonas hilft ihr, diese Sucht zu überwinden, um danach Katja in Las Vegas zu heiraten. Zwischendurch wird immer heftig gepitched und das meistens innerhalb von einem Tag. Der Pitch wird angesetzt und die Präsentation ist am nächsten Tag. Das ist doch mal eine Ansage. So schnell kann es gehen, aber auch nur im Fernsehen. Der Pitch wird meistens von Anna allein bewältigt. Sie konzeptioniert, textet und scribbelt. Keiner hilft ihr und meistens wird ihre Idee entweder von ihrer Schwester oder von Gerrit geklaut. Da sie ohne Tabletten nicht wirklich sprechen kann kommt es meisten nicht heraus. Auch ein Halbbruder von Jonas und Gerrit taucht auf, natürlich mit dunkler Vergangenheit und kreativer Ader. Katja täuscht ein Schwangerschaft vor um Jonas, der sich mittlerweile in Anna verliebt hat, an sich zu binden. Wirklich geschwängert wird sie dann aber von Gerrit. Anstrengend, aber immer lustig, die wilde Welt der Werbung.

Ich kann nicht mehr und es muß auch wirklich langen! Das war ein kleiner Einblick in die Serie. Wahrscheinlich kommt am Ende alles raus und Anna und Jonas pitchen glücklich bis an ihr Lebensende!

Einfach einschalten: Jeden Samstagmorgen um 11.00 auf SAT 1 - ein wahrlich sinnloser Start ins Wochenende!